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Wie jedes Jahr Anfang Mai führte der Förderverein Kloster und Kaiserpfalz Memleben e.V. auch 2019 eine Wanderung zu Sehenswürdigkeiten im Unstruttal und dessen Umgebung durch. Diesmal steuerte die Gruppe – rund 30 Wanderer hatten sich versammelt – das Schloss Wiehe an. Doch bereits am Start stand man einem interessanten Denkmal der Adelsgeschichte des Unstruttal gegenüber – der Ruine der Burg in Allerstedt. Versteckt liegt sie oberhalb des Dorfes. Doch blieben massive Erdwerke, ein begehbarer Turmstumpf sowie ein verwunschener Brunnen erhalten. An Ort und Stelle führte Vorstandsmitglied Joachim Säckl die Schar kurz in die Siedlungsgestalt des Dorfes, die Geschichte der Herren von Allerstedt und in die Geschicke ihrer Burg ein.

Den Weg nach Wiehe nahm der Trupp auf einem herrlichen Höhenweg. Wie von einer Galerie breitete sich die Unstruttal von Artern bis Memleben vor dem Auge aus. Vortägiger Starkregen hatte alles „saubergespült“ und für äußerst klare Luft gesorgt. Derart erhoben hörten alle Teilnehmer gerne den Ausführungen des stellvertretenden Vorsitzenden Dr. Wittmann zu: Überaus anschaulich verdeutlichte er die herrschaftlichen Zusammenhänge im Gebiet um 1000, zur Zeit der Ottonen. Zudem stellte er ein bemerkenswertes Ereignis des Jahres 1014 vor: den Frauenraub des Grafen Werner auf Burg Beichlingen. Die Tat hatte für ihn tödliche Folgen und als Gefangener hauchte er in Allerstedt sein Leben aus. Sein Handeln forderte die Autoritäten der Region – den Abt von Memleben, den Bischof von Merseburg sowie mehrere Grafen und schließlich – Kaiser Heinrich II. zu Stellungnahme und Aktion auf.

vereinswanderung

Dann ging es hinab nach Wiehe zum Schloss. Man stieg im tiefen Einschnitt südlich des Bauwerks hinauf zum Schlosseingang mit seinem prachtvollen Portal und der schattenspendenden Lindenallee. Dort begrüßte die Wanderer der Heimatverein Wiehe. In zwei Gruppen wurde das Schloss vorgestellt und besichtigt – vom Keller bis zum Boden. Einige Teilnehmer kannten das Schloss noch als Schulhaus, viele waren über Verlust wie Erhaltung gleichermaßen erstaunt – den Aktivitäten der Wieher Vereinsfreunde zur Nutzung und Sanierung des Bauwerks zollten alle Respekt.

Im Schlossgarten am Wasserbassin war inzwischen ein kaltes Büfett aufgebaut und alle wurden mit Speis und Trank versorgt. Pause wie Kräftigung waren nötig, denn es ging ja wieder zu Fuß zum Ausgangspunkt der Wanderung – Allerstedt – zurück.

Alle Teilnehmer haben gewiss zahlreiche Eindrücke, viel Historisches und Wissenswertes sowie Natur- Landschaftserlebnisse mit nach Hause genommen.

Auch nächstes Jahr wird der Verein zu einer ähnlichen Wanderung im beginnenden Mai einladen: Wieder werden wir im fröhlichen Spaziergang unsere schöne Landschaft und deren geschichtsträchtige Kulturdenkmale entdecken.

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