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Benediktiner  Zeitz an der Weißen Elster

Posa (Bosau) war bis ins 10. Jahrhundert eine Wallburg des slawischen Gaues Puonzowa an der Grenze des ottonischen Reiches. 995 übereignete Kaiser Otto III. die slawischen Gebiete an das Bistum Zeitz. Das war die Basis für die Gründung des Benediktinerklosters Posa durch Bischof Dietrich I. um 1114 mit von Kloster Hirsau entsandten Mönchen. Die umfangreichen Besitzungen des Klosters Posa reichten von Riesa bis nach Zwickau und brachten dem Konvent bedeutende Einnahmen. Der Mönchsgemein­schaft wurden weitreichende Vollmachten (z.B. zu predigen, zu taufen und Tote zu ­begraben) verliehen, die das Kloster über ihre Brüderkonvente erhob und auf eine ­besondere Art auszeichnete. Der im Zeitzer Dom stehende Taufstein soll aus der Klosterkirche Posa stammen. Bekannt war das Kloster auch für sein Skriptorium und die bedeutende Bibliothek, von der sich heute beachtliche Bestände in Schulpforte befinden. Bereits für die frühe Klosterzeit ist auch der bis ins 18. Jahrhundert gepflegte Weinanbau dokumentiert. 1551 wird das Kloster säkularisiert, doch verbleiben noch einige Mönche am Ort. Ab 1657 werden die Gebäude abgerissen und die Steine beim Bau der Moritzburg Zeitz und dem Zeitzer Dom verwendet. Die Ländereien werden verkauft und verpachtet und das Klosterareal bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts landwirtschaftlich genutzt. Ende der 1990er Jahre pflanzen Winzer vor Ort wieder Weinreben auf den Weinbergen des ehemaligen Klosters Posa an und eröffnen den Weinhof Kloster Posa. Er wird heute vom 2013 gegründeten Kultur- und Bildungsverein geführt.

Im Rahmen des Korrespondenzortprojektes „Kloster + Welt“ bietet der Verein Workshops zu Kultur- und Kunsthandwerk an. Der Klostergarten steht im Mittelpunkt einiger Veranstaltungen und es gibt neue Informationen zu den aktuell auf dem Klostergelände stattfindenden Ausgrabungen.

Klosterleben neu interpretiert

Vor den Toren von Zeitz über den sanften Elsterauen gelegen, versinnbildlicht das heutige Posa eine Synthese aus geschichts­träch­tigem Ort und lebendiger Fortschreibung. Das schöne, von mittelalterlichen Mauerresten gefasste Areal – mit dem Tauben­turm (links), den neueren Wirtschaftsgebäuden und Werkstätten, einem Weinberg und den umliegenden Streuobst­wiesen sowie dem ­naturnahen Klostergarten – wird lebendig durch das Wirken der Mitglieder des Kultur- und Bildungsstätte Kloster Posa e.V. Der Verein hat es sich zur Aufgabe gemacht, die traditionelle Kultur- und Bildungslandschaft des Burgen­landkreises zu unterstützen und das ehemalige Klostergelände Posa wiederzube­leben. Parallel zur schrittweisen Sanierung der Gebäude bietet er Kulturveranstal­tungen, Workshops und Seminare an. Ein festes Standbein vor Ort ist die Straußwirtschaft mit eigenem Wein.

posa

Kloster Posa

Kloster Posa 2

06712 Zeitz

www.kloster-posa.de

Öffnungszeiten

letzter Sonntag im Monat 12–18 Uhr + auf Anfrage u. bei Veranstaltungen

Weinhof: Wochenenden im 
Mai, Juni, August, September

Kontakt 

Mail: post@kloster-posa.de

Tel: 034 41-7 25 09 88 (unregelm.)

Anreise 

Bahn: Halt Zeitz + Bus: 
Halt Schützenplatz + Fußweg 1,5 km

Umgebung: Altstadt Zeitz, Schloss und Schlosspark Moritzburg Zeitz, Elster-Radweg, Saale-Unstrut-­Elster-Radacht, Zuckerbahnradweg, Weinroute Weiße Elster

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  • Kontakt

    Museum Kloster und
    Kaiserpfalz Memleben
    Thomas-Müntzer-Straße 48
    OT Memleben
    06642 Kaiserpfalz
    Tel: 034672 / 60274
    Fax: 034672 / 93409
  • Öffnungszeiten

    15.03. bis 31.10.
    täglich 10.00 bis 18.00 Uhr
    01.11. bis  14.03.
    täglich 10.00 bis 16.00 Uhr
    nur Außenanlage

  • öffentliche Führung

    22.9.2018, 11.30 Uhr Führung durch die Sonderausstellung - Wir bitten um Anmeldung! |
    29.9.2018, 11.30 Uhr Führung durch die Klosteranlage

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