Logo

Breadcrumbs

Das Benediktinerkloster

Die Gründung des Benediktinerklosters fand nach dem Tod Kaiser Otto I. durch seinen Sohn Kaiser Otto II. und seine Gemahlin Theophanu bald nach 973 statt. 979 wurde das Kloster erstmalig urkundlich genannt. Die vornehmste Aufgabe des Mönchskonventes bestand in der Pflege des Gebetsgedenkens für Kaiser Otto I. wie für das Stifterpaar selbst. Das Kloster nahm dank einer intensiven Förderung durch seine Stifter und deren Sohn Kaiser Otto III. einen raschen Aufschwung und gehörte schon bald zu den vornehmsten Reichsabteien. Augenfälliger Ausdruck dieses hohen Ranges war die erste Memlebener Klosterkirche, die mit ihren 82 Metern Länge und 39,5 Metern Breite zu den größten Gotteshäusern des ottonischen Reiches gehörte.



Die Geschichte des Reichsklosters Memleben endete trotz dieser vielversprechenden Anfänge bereits vier Jahrzehnte nach seiner Gründung, als Kaiser Heinrich II. im Februar des Jahres 1015 den Konvent der großen osthessischen Abtei Hersfeld unterstellte. Als Hersfelder Propstei bestand am Ort zwar weiterhin ein Kloster, Memleben blieb jedoch im Hoch- und Spätmittelalter in seiner Geltung auf die Saale-Unstrut-Region beschränkt, gehörte in diesem Raum aber zu den bedeutendsten Klöstern. Der Memlebener Konvent konnte sogar in der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts daran gehen, sich dicht neben der Klosterkirche des 10. Jahrhunderts ein neues Gotteshaus und zugehörende Klausurbauten zu errichten. Diese konnten an der Wende vom 15. zum 16. Jahrhundert nochmals intensiv umgestaltet wurden. Umfangreiche Teile sind bis heute erhalten.



Im Zuge der Reformation ging das monastische Leben in Memleben zu Ende: Am 1. Mai 1525 wurde das Kloster durch aufständische Bauern geplündert. Im Jahre 1551 wurden dann sowohl die im unmittelbaren Umfeld der Propstei gelegenen Güter, als auch deren Baulichkeiten der neugegründeten Landesschule Pforte übertragen. Von da an waren die Klostergebäude zahlreichen Umnutzungen ausgesetzt, wurden umgebaut und in Teilen auch abgerissen. Seit der Wende zum 19. Jahrhundert stoppten denkmalpflegerische Maßnahmen jedoch immer mehr den weiteren Substanzverlust. Die Gebäude der ehemaligen Propstei blieben bis 1945 im Eigentum der Landesschule Pforte und wurden von verschiedenen Pächtern bewirtschaftet. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde die Domäne verstaatlicht und als volkseigenes Gut bis 1991 geführt. Seit 1991 werden die ehemaligen Klostergebäude zunehmend für Besucher begehbar gemacht, so dass hier das Museum "Kloster und Kaiserpfalz Memleben" aufgebaut werden konnte und regelmäßig Veranstaltungen stattfinden.

Führungsangebot

Samstag, 25.05.2013
11.30 Uhr Öffentliche Führung
 
Samstag, 01.06.2013
11.30 Uhr Öffentliche Führung

Öffnungszeiten

15.03. bis 31.10.
täglich 10.00 bis 18.00 Uhr

01.11. bis  14.03.
10.00 bis 16.00 Uhr
nur Außenanlage

Veranstaltungen 2013

veranstaltung2013Unser Infomaterial können Sie sich
auch als PDF hier runterladen.

Anschrift

Museum Kloster und Kaiserpfalz
Memleben
Thomas-Müntzer-Str. 48
06642 Memleben
Tel: 034672 / 60274
Fax: 034672 / 93409
E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Lageplan

anfahrtsplan klein